Trauma heißt Wunde

Trauma ist keine Krankheit, sondern eine menschliche Erfahrung, die in Überlebensinstinkten wurzelt.

(aus dem Buch Sprache ohne Worte von Peter A. Levine)

Ein Trauma entsteht bei Erlebnissen, die unsere persönliche Verarbeitungsfähigkeit bei Weitem übersteigt. Die natürliche Reaktion in solchen Situationen, die tief in unserem Wesen dafür angelegt ist, ist Kampf oder Flucht. Ist beides nicht möglich, kommt es zu Mechanismen, die uns ein Aushalten und Überleben ermöglichen.

Auslösende Ereignisse sind mit Hilflosigkeit und Ohnmachtsgefühl verbunden.

Und danach ist nichts mehr so, wie es einmal war.


Und du siehst mit jedem Stück weit, das du kommst,
verschiebt sich auch dein Horizont.
(Max Herre)


Früher dachte man, daß Traumafolgen am besten dadurch gelöst werden, indem so gründlich wie möglich gefragt wird, was der Betroffene in seinem Leben alles erlitten hat. Heute weiß man, daß das ein Irrweg war.

In sehr vielen, wenn nicht den meisten Fällen, können und möchten die Betroffene das Erlebte gar nicht in Worte fassen. Deswegen habe ich mich gezielt für die Therapieform EMDR entschieden. Hierbei wird die falsche Annahme, die man durch das traumatische Erlebnis verinnerlicht hat (ich bin schlecht, ich bin schuld, ich bin wertlos...), bearbeitet und nicht das Traumageschehen an sich.

Diese Vorgehensweise ist wesentlich schonender und kann nach Berichten von Betroffenen, die an den Folgen eines Traumas litten, eine vergleichsweise schnelle Verbesserung bringen.


Behandlungsschwerpunkte

● Anpassungsstörung

● posttraumatische Belastungsstörung

● dissoziative Störungen



Das könnte Sie auch interessieren: