Selbstvertrauen - gar nicht so einfach?!

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Sich selbst zu vertrauen ist manchmal schwer. Vielleicht scheitere ich ja doch, wenn ich mir etwas vornehme. Wie stehe ich denn da, wenn ich es nicht schaffe? Vor anderen? Vor mir selbst?

 

Es ist bewundernswert, mit welcher Gelassenheit und welchem Selbstbewußtsein manche Menschen durch die Welt laufen. Und es scheint, als würde ihnen auch alles gelingen. Und es ist schwer zu glauben, daß uns das auch glücken könnte. Hmmm... glücken könnte... hier möchte ich einhaken.

 

Selbstvertrauen entsteht nicht durch glückliche Fügung. Selbstvertrauen entsteht durch die Erfahrung von Selbstwirksamkeit. Ich selbst kann etwas bewirken. Und wenn man sich die Ziele nicht zu groß steckt, kann das jeder von uns erreichen. Natürlich kann ich nicht meinen machtbesessenen Chef verändern oder die Sozialpolitik. Es ist allerdings möglich, in meinem eigenen "Kosmos" etwas zu verändern und Schritt für Schritt Selbstbewußtsein aufzubauen. Die Zauberformel heißt hierbei: Schritt für Schritt.

 

Wo kann ich selbst wirksam sein? Ich könnte mich z.B. gesünder ernähren. Nein, das löst nicht meine Probleme mit meinem Chef, meinem Partner, meiner Familie etc. Aber es würde mir ein gutes Gefühl geben, daß ich etwas selbst bestimmen kann. Und ich könnte anfangen, morgens Frischkornbrei zu essen statt Toastbrot mit Nutella. Am Rest des Tages esse ich wie gewohnt, gegebenenfalls auch Chips und Schokolade. Und morgens schaffe ich es schon, mich gesünder zu ernähren. Ich lasse mir einfach Zeit, damit diese Veränderung zur Normalität und Routine wird. Wenn diese Veränderung wirksam ist, kann ich den nächsten kleinen Schritt machen.

 

Oder ich denke, ich müßte mich mehr bewegen. Und immer regnet es oder ich bin schlichtweg zu bequem. Ich könnte mir aber vornehmen, meine tägliche Schachtel Zigaretten täglich am nächsten Zigarettenautomaten zu holen. Dann bin ich 5 Minuten unterwegs. Und wenn sich das etabliert hat, dann nehme ich den übernächsten Zigarettenautomaten, dann bin ich 7,5 Minuten unterwegs. Oder, ganz verrückt, ich hole mir morgens jetzt immer ein Brötchen, da bin ich dann 10 Minuten zu Fuß unterwegs.

 

Vielleicht hab ich meinen Haushalt nicht so im Griff, wie ich es möchte und eigentlich auch von mir selbst erwarte. Wie wäre es, jeden Tag 10 - 15 Minuten darauf zu verwenden. Wirklich nur maximal eine Viertelstunde, fühlt sich das machbar an? In 15 Minuten habe ich das Waschbecken und die Toilette geputzt. Morgen dann die Badewanne und den Boden. Dann verbleiben noch 5 weitere Tage, an denen ich mich um den Rest der Wohnung kümmern kann. In Summe wird das Ergebnis deutlich sichtbar und spürbar sein.

 

Suchen Sie sich einen Punkt aus, den Sie verändern möchten und können. Teilen Sie ihn in kleine Häppchen auf und erleben Sie, wie es sich anfühlt erfolgreich zu sein. Wählen Sie die Veränderungen in der Größe, die Sie sich selbst zutrauen und genießen Sie die Selbstwirksamkeit. Denn auch hier: In Summe wird das Ergebnis deutlich sichtbar und spürbar sein.

 

 

 

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