Ich bin doch nicht so wichtig

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Ich bin doch nicht so wichtig. Die Hauptsache ist doch, daß es den anderen gut geht.

 

Genau dieser Gedanke führt oft zu großen Problemen

 

Natürlich haben wir alle unsere Verpflichtungen und es gibt Situationen, in denen es wichtig ist, den anderen Raum und Aufmerksamkeit zu geben. Wird dieses Denken aber zur absoluten Wahrheit und wird ohne Einschränkungen praktiziert, führt das unweigerlich zu großen Problemen.

 

Niemand kann sich selber bedingungslos und immer in die hintere Reihe stellen. Der Selbsterhaltungstrieb ist unweigerlich aktiv und wird dagegen arbeiten, ohne daß wir es beeinflussen können. Carl Rogers, Begründer der klientenzentrierten Gesprächspsychotherapie, erklärte schon früh:

 

Das wichtigste Bedürfnis des Menschen ist das Bedürfnis nach Anerkennung

 

An-Erkennung. Das bedeutet, mein Gegenüber erkennt mich, weiß was ich denke, fühle und wie ich ticke. Das kann er nur, wenn ich es auch mitteile und nicht permanent meine Bedürfnisse, Gedanken und Gefühle in den Hintergrund stelle.

 

Und das allerwichtigste ist, sich selber die Anerkennung zu geben, die jeder von uns braucht. Hier ist nicht die Form der Anerkennung gemeint, die uns dazu bringt, uns selbst zu loben. Sondern viel mehr die Erkennung der eigenen Bedürfnisse, Stärken und Defizite. In dem Moment, in dem ich mir selber eingestehe, was ich selber kann und wo ich Hilfe brauche oder möchte, kann sich etwas verändern und es kann Heilung der Seele erfolgen.

 

Nur wenn ich selber dafür sorge, daß ich bekomme, was ich möchte und brauche, wird mir auch geholfen. Und auch hier sollte man genau hinschauen. Natürlich ist nicht gemeint, daß mir z.B. jemand säckeweise Geld vor die Tür stellt, weil ich Geld brauche oder möchte. Dafür zu sorgen heißt, eventuell den Job zu wechseln oder eine neue Ausbildung zu machen, den aktuellen Chef nach einer Gehaltserhöhung zu fragen, die lästigen Anträge endlich zu erledigen oder auch wieder so gesund zu werden, daß ich überhaupt arbeiten gehen kann.

 

Und es ist auch nicht damit gemeint, dafür zu sorgen, daß das Umfeld auf immer und ewig Rücksicht auf mich nimmt und ich selber nichts verändere und verändern will. Kein Partner, Kind, Arbeitskollege etc. wird objektiv betrachtet in der Lage sein, die kommenden 30, 40 Jahre Rücksicht zu nehmen. Vorallem, wenn sich nichts verändert und derjenige erkennen muß, daß der Betroffene auch gar nichts verändern möchte.

 

In jedem Menschen steckt Potenzial. Jeder Mensch hat Möglichkeiten. Sorgen Sie dafür, daß

 

Ihre Gegenwart stärker und wichtiger ist als Ihre Vergangenheit

 

Sorgen Sie für sich und ihre Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr zu ändern. Nutzen Sie ihr Potenzial und seien Sie es sich selbst wert.

 

 

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