Die Sache mit der Schuld

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"Ich bin ja auch selber Schuld"... hört man immer wieder in Situationen, bei denen man von außen betrachtet denkt, daß das doch jetzt nicht ihr/sein Ernst sein kann. Was bitte kann der 4-jährige von damals dafür, daß er verprügelt worden ist? Oder die 8-jährige, mit der ihr Vater Dinge gemacht hat, die ein Vater einfach nicht tun sollte?

 

Der Verstand meldet Zweifel an

 

Auch diejenigen, die sich schuldig fühlen wissen, daß sie eigentlich nicht Schuld sein können. Da ist es, unser Lieblingswort: eigentlich. Es gibt einen sehr einfachen Grund dafür, daß das Gehirn an der Eigenschuld festhält. Es ist so logisch und nachvollziehbar, daß es mich bei der ersten Begegnung mit dieser Erkenntnis getroffen hat wie ein Hammerschlag.

 

Wenn ich Schuld habe, hätte ich eine Handlungsoption, eine Möglichkeit gehabt.

 

Und das ist deutlich leichter zu ertragen als absolute Ohnmacht und absolutes Ausgeliefertsein. Denn das ist das schlimmste, was uns passieren kann: In unerträgliche Situationen zu kommen und nichts dagegen tun zu können. Das wollen wir - verständlicherweise - mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern.

 

Wenn nun der Gedanke "ich war ja selbst Schuld daran" sich in uns breit macht bedeutet das ja auch zwangsläufig, daß wir es beim nächsten Mal besser machen können. Also auch hier hat die Medaille zwei Seiten. Und wenn diese Seite einen Optimismus für die Zukunft hervorbringt... dann ist sie doch verständlich, oder?

 

 

 

 

 

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